18. Tag: Oppdal - Geiranger (282km)

Der heutige Tag beginnt für uns wieder sehr früh, da wir schnell los wollen. Schließlich stehen heute der Trollstigen und Geiranger auf dem Programm. Die Tagesetappe soll nicht sehr lang werden aber mit den ganzen Sehenswürdigkeiten verfliegt die Zeit doch schneller als einem lieb ist. Also schnelles Frühstück und Schmuggelbrötchen für unterwegs (geschmierte sollten 85 Kronen kosten). Um 08:00 Uhr sind wir on the road. Landschaftlich und fahrerisch ist dieser Tag von Anfang an super. Besonders die Fahrt übers Dovrefjell ist richtig toll. Die Berge werden höher, die Landschaft atemberaubender und hier und da schlängelt sich tosend ein Fluss durch die Felslandschaft. Als wir endlich die Abbiegung auf die E63 zum Trollstigen vor uns sehen, ist es schon ein toller Moment. Wir haben gute 26°C im Tal, eine irre Landschaft um uns herum und die Straße ist leer - also perfekte Bedingungen. Bis die eigentliche Passstraße losgeht, sind es noch einige Kilometer, aber die lohnen sich. Bis zum höchsten Punkt des Trollstigen auf etwa 850m, sind es 11 Haarnadelkurven. Ich mache so viele Bilder, dass die Speicherkarte voll ist. Und die Kamera zeigt "Kartenfehler" an und kann nicht mehr auf die Bilder zugreifen. In dem Moment habe ich mir noch nicht allzuviel dabei gedacht.

Natürlich hat auch der hier ansässige Andenkenshop ordentlich an uns verdient, aber wer weiß wann man wieder mal hier ist. Kann wohl erst mal etwas dauern. Die Aussicht von hier oben ist umwerfend und es wurde auch kürzlich erst eine Aussichtsplattform über den Abgrund gebaut, von der aus man noch besser das bunte Treiben auf dem Trollstigen beobachten kann. Besonders spannend ist es, wenn einer der Reisebusse sich durch die Kurven quält und den ganzen Verkehr zum Erliegen bringt.

 

Mal wieder haben wir bestes Wetter bei einem der Top Ziele unserer Reise. Man kann gar nicht oft genug "Danke" an den Wettergott sagen. Weiter geht´s für uns zur Fähre nach Lingen, die uns kurz vor Geiranger wieder absetzt. Erst geht es in geschwungenen Serpentinen nach oben, wo wir die tolle Aussicht auf den Geirangerfjord genießen. Nun haben wir auch endlich Ruhe und Hunger, um unsere Brötchen zu vertilgen. Auf der "Abfahrt" nach Geiranger legen wir zahlreiche Fotopausen ein. Bei einer der Pausen sehen wir plötzlich, wie hinter uns ein Busfahrer eines unserer Mopeds wegschiebt. Das hat er aber nicht besser gewusst. Blitzartig schlagen wir ihn in die Flucht.

 

Nachdem wir uns satt gesehen haben, fahren wir ins Hotel. Eine Dusche ist bei den Temperaturen auch dringend fällig. Den späten Nachmittag haben wir noch Zeit, uns den Ort in Ruhe anzusehen und die kleinen Läden zu plündern. Abends gibt´s dann im Hotel ein tolles Buffet. Da es heute nicht sehr windig war, stinkt der ganze Fjord nach den Dieselabgasen der Kreuzfahrer. Der Gestank hat sich auch im ganzen Hotel verteilt, da tagsüber alle Fenster offen waren. Hat also auch seine Schattenseiten der Massentourismus. Aber ohne den würd´s den kleinen Ort sicher nicht mehr geben.