5. Tag: Islay - Oban (160km)

Ich muss es wieder tun: der nächste Tag beginnt mit einem fantastischen Frühstück im Hotel mit Blick aufs Wasser. Ich liebe es, wenn man sich sein Frühstück zusammenstellen kann und es frisch für einen zubereitet wird.

Für uns geht´s wieder mit der Caledonian Mac Brayne zurück aufs Festland.

Was wirklich Erwähnung finden muss, ist unser Guesthouse, das wir für heute gebucht haben. Das Hawthornbank Guesthouse ist von einem Ehepaar absolut liebevoll geführt und ruhig mit einer tollen Aussicht über Oban gelegen. Zu Fuß ist man schnell in der Stadt und trotzdem kann man im Garten die Seele baumeln lassen. Und genau das haben wir gemacht: erst mal die bei den Schotten beliebte Hafenstadt erkunden, die sich für uns allerdings als sehr stressig rausstellt. Danach mit ein paar Dosen Guiness im Garten chillen.

In Oban haben wir endlich die Gelegenheit, die berühmt berüchtigten Fish & Chips zu probieren. Ich kenne die bisher nur aus Erzählungen. Unsere Gastgeberin hat uns den besten Laden im Ort empfohlen und wir folgen ihrem Rat.

Wir nehmen das ganze "to take away" und setzen uns an den Hafen, weil es dort ja irgendwie immer am besten ist. Nur mit einem Pommespieker bewaffnet versuchen wir der Lage Herr zu werden. Es funktioniert, aber eine Gabel wäre vermutlich die bessere Wahl gewesen. Schmecken tut es erstaunlich gut - zwar sehr gewöhnungsbedürftig aber ganz gut. Auch der Essig über den Pömmskes stört nicht.

Nebenbei kann man hier in Schottland ganz tolle Entdeckungen machen. Der Hafen ist doch immer für eine Überrraschung gut. So angelt man nämlich hier oben. Wo steht auch, dass Angler immer diese komischen Wathosen, wie bei uns anhaben müssen oder seltsame Westen mit 5000 Taschen? Aber der Modegeschmack ist tatsächlich ziemlich strange in Brittannien. Da wird jedes Klischee erfüllt.

Frisch gestärkt werfen wir einen kurzen Blick in die Destille von Oban und besichtigen den MaCaig´s Tower, eine Art Kollosseum, dass ein reicher Bänker mal bauen ließ und die Arbeiter zu beschäftigen und seiner Familie ein Denkmal zu setzen. Naja, wer hat der kann. Aber es ist ganz nett hier oben und man hat einen tollen Blick über die Stadt.

Zurück im Guesthouse genießen wir die Sonne und streckten unser müden Beine in die Sommersonne. Wer sagt eigentlich immer, dass es in Schottland oft regnet? Hat Svenja das nicht auch schon gesagt? Kann ich nicht nachvollziehen.;-)


Im Garten lernen wir den Hund des Hauses kennen. Eigentlich stehe ich mit Hunden auf Kriegsfuß aber diesen habe ich gleich in mein Herz geschlossen. Was für ein cooler Boarder Collie!