15. Tag: Lofoten - Fauske (395km)

Wir sind heute nach einem tollen Frühstück relativ früh los. Unterwegs wartet wieder eine Fähre auf uns und wir wollen noch einen Abstecher zum Saltstraumen machen, den stärksten Gezeitenstrom der Welt. Erwischen die Fähre wie fast immer nur knapp - Glück gehabt. Zum vorherigen Tanken hat's dann nicht mehr gereicht. Ist nicht weiter schlimm, denn einige Kilometer nach dem Fähranleger kommt auch schon die nächste Tankstelle, die allerdings unsere Karten nicht akzeptiert. Ein freundlicher Norweger, der früher Seemann war und daher öfter in Deutschland, hilft uns aus der Patsche. Irgendwie geht's halt doch immer. Kleiner Tipp: habt immer 'ne Portion Bargeld oder die Handynummer eines deutschlandreisenden Norwegers dabei.

Mit gefüllten Tanks nehmen wir Kurs auf den Saltstraumen. Er wird von einer riesigen Brücke überspannt. Die Gegend ist echt schön und der Gezeitenstrom sehr beeindruckend. Wir sind genau zu der Zeit dort, in der sich die Fließrichtung umkehrt. Für einen Moment steht alles still und die Fische spielen verrückt, springen wie wild aus dem Wasser. Mit einem Kescher könnte man sie so wegfischen. Das Anglerherz schlägt bei dem Anblick höher. Die Profiangler aus Holland haben allerdings wenig Glück, dafür aber der unbedarfte Student aus Belgien. Nur weiß er nicht, was er mit dem Fisch an der Leine anzufangen hat... Da hätten wir ewig sitzen und gucken können. Leider müssen wir irgendwann weiter in ein schlechtes Hotel mit noch schlechterem Essen. Hätten wir das gewusst, hätten wir die Angler gebeten, uns auch einen Fisch zu fangen. Also merke für die nächste Reise: Nimm dir Zeit wo es schön ist! Irgendwann fahre ich mal völlig ohne Plan los. Ohne buchen, nur mit Zelt und Schlafsack.